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Bertrandt halten


17.05.2002
LB Baden-Württemberg

Achim Wittmann, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die Bertrandt-Aktie (WKN 523280) mit "halten".

Die Bertrandt AG gehöre zu den führenden Entwicklungsdienstleistern in Europa. Das Unternehmen zeichne sich dabei insbesondere durch seine ganzheitliche Entwicklungskompetenz
aus.

Im ersten Halbjahr 2001/02 (30.09.) habe Bertrandt einen Umsatzanstieg von 6% auf 111 Mio. Euro verzeichnet. Das EBIT habe 4,3 Mio. Euro betragen. Damit habe die operative Marge mit 3,9% nur geringfügig über dem Vorjahreswert von 3,8% gelegen. Sowohl hinsichtlich der Umsatz- als auch der Ertragsentwicklung hätten die Zahlen unter den Erwartungen gelegen. Zur Begründung führe das Unternehmen das nach wie vor schwierige Marktumfeld an.


Insbesondere die Neuausrichtungen einiger Hersteller, die zumeist mit Veränderungen im Management einhergingen, sorgten dafür, dass sich die Projektvergabe gegenwärtig immer noch relativ verhalten darstelle. Im Auslandsgeschäft schreibe Bertrandt trotz einer Verbesserung gegenüber dem 1. Quartal insgesamt noch immer rote Zahlen. Der Jahresüberschuss habe nach den ersten sechs Monaten 1,4 (1,2) Mio. Euro betragen, das Ergebnis je Aktie 0,16 (0,11) Euro.

Ausgehend von den unter den Erwartungen liegenden Halbjahreszahlen, reduziere man die Prognosen auf Gesamtjahressicht. So erwarte man nunmehr einen Umsatz von 230 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 4,6%. Diese Zahlen stünden unter der Annahme, dass sich das Marktumfeld spätestens ab dem vierten Quartal nachhaltig verbessere. Zudem gehe man davon aus, dass Bertrandt bis Ende des Geschäftsjahres den Turnaround in Frankreich vollziehen könne.

Die Gewinnschätzungen je Aktie reduziere man von 0,60 Euro auf 0,42 Euro für das Jahr 2001/02 bzw. von 0,83 Euro auf 0,70 Euro für das Jahr 2002/03. Insgesamt sehe man den Outsourcingtrend weiterhin intakt. Die dafür verantwortlichen Impulse wie die Zunahme der Modellvielfalt, die Verkürzung der Produktlebenszyklen sowie die Verringerung der Wertschöpfungstiefe dürften nach wie vor Bestand haben.

Mit den Halbjahreszahlen habe die Bertrandt AG die Erwartungen nicht erfüllt. Auch der Ausblick seitens des Unternehmens sei relativ verhalten ausgefallen. Die Aktie werde nach den revidierten Gewinnschätzungen aktuell mit einem KGV (03) von 23 bewertet und sei damit vergleichsweise teuer. Auf der anderen Seite könnte das Anlaufen neuer Outsourcingprojekte relativ schnell zu Ertragsverbesserungen führen.

Solange es dafür jedoch noch keine Indikatoren gibt, belassen die Analysten der LBBW ihr Rating für Bertrandt auf "halten".




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